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Vorantragsverfahren für FAKT Tierwohlmaßnahmen 2019

12.11.2018

Durch die Fachpresse und persönliche Anschreiben, wurden alle Antragsteller des Gemeinsamen Antrags 2018 über die Einführung des FAKT Vorantrags unterrichtet. 

Erstmalig ist es dieses Jahr notwendig bis spätestens 17.12.2018 einen Vorantrag für diejenigen Maßnahmen zu stellen bei denen für 2019 eine Erhöhung des Verpflichtungsumfangs geplant ist.
Das gleiche gilt für Maßnahmen, bei denen 2019 ein Neueinstieg erfolgen soll. Zu diesen gehören auch die Tierwohlmaßnahmen weil bei diesen jedes Jahr eine neue einjährige Verpflichtung eingegangen wird.

Die endgültige Antragstellung erfolgt zwar erst im Gemeinsamen Antrag des Folgejahrs ohne Vorantrag ist diese jedoch nicht möglich.

Wer also 2019 wieder einen Antrag für seine FAKT Tierwohlmaßnahme stellen will muss bis spätestens 17.12.2018 über FIONA den entsprechenden Vorantrag stellen.

Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an den Fachdienst Landwirtschaft, Herrn Bareiß unter der Tel.-Nr. 0731/185-3104.

Aktuelle Informationen für die Landwirtschaft zur Düngeverordnung (DüV)

01.10.2018
Seit dem 2. Juni 2017 ist die neue Düngeverordnung (DüV) in Kraft. Deutliche Änderungen gegenüber der bisherigen DüV haben sich bei der Ausbringung im Herbst und der anschließenden Bilanzierung ergeben.
Die wichtigsten, welche bereits seit dem zweiten Halbjahr 2017 eingehalten werden müssen, sind hier nochmals zusammengestellt.

Sperrzeitraum – auch für Festmist
Die Verbotszeiträume der Aufbringung nach der neuen DüV gelten für alle Düngemittel mit wesentlichem Stickstoffgehalt (mehr als 1,5% Ges.-N in der Trockenmasse). Ab 2017 gilt auch für Festmist von Huf- und Klauentieren oder Komposte ein Sperrzeitraum vom 15. Dezember bis 15. Januar des Folgejahres.

Ackerland
Auf Ackerland gilt der Sperrzeitraum ab der Ernte der letzten Hauptkultur bis 31. Januar (ausgenommen Kompost und Festmist von Huf- und Klauentieren).

Ausnahmen
Folgende Ausnahmen mit der maximalen Düngungshöhe von 30 kg/ha Ammoniumstickstoff oder 60 kg/ha Gesamtstickstoff (Voraussetzung: Düngebedarf besteht!) sind möglich:

Winterraps, Zwischenfrüchte oder Feldfutter (Aussaat bis 15. September; späteste Ausbringung 1. Oktober). Generell ist eine Düngung zu Zwischenfrüchten nur zur Bestandsetablierung möglich. Als Orientierung: zur Saat bis zu 4 Wochen nach der Saat (maximale Bestandeshöhe 20 cm).
Wintergerste (Aussaat bis 1. Oktober, Ausbringung nur nach Getreidevorfrucht; späteste Ausbringung 1.Oktober).

Hinweis für Mais  
Mais ist im Sinne der Düngeverordnung kein Getreide. Eine Düngung im Herbst nach der Vorfrucht Mais ist grundsätzlich ausgeschlossen.  
Im Problem- und Sanierungsgebiet kann Festmist zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf Ackerland nur zur Saat von Wintergerste ausgebracht werden.
 
Grünland
Auf Grünland und mehrjährigem Feldfutter bei Aussaat bis zum 15. Mai des aktuellen Jahres. gilt der Sperrzeitraum für die Ausbringung von stickstoffhaltigen Düngemitteln vom 1. November bis 31. Januar des Folgejahres. Im Problem- und Sanierungsgebiet kann auf Grünland und über-winterndem Feldfutter bis zum letzten Schnitt Festmist ausgebracht werden. Zwischen 1. und 14. Dezember kann Festmist im Rahmen einer vorgezogenen Düngung, das heißt max. 40 kg anrechenbarer Stickstoff oder 160 Gesamtstickstoff/ha, auf Grünland und Winterungen sowie Sommergetreide ausgebracht werden.
 
Keine Sperrzeitverschiebung auf Grünland im Alb-Donau-Kreis
Nach sorgfältiger Abwägung und Berücksichtigung der derzeit vorherrschenden Witterung hat sich die untere Landwirtschaftsbehörde des Alb-Donau-Kreis dazu entschieden, analog zum Vorjahr, im Herbst 2018 keine allgemeine Sperrzeitverschiebung für die Ausbringung flüssiger Wirtschafts-dünger auf Grünland auszusprechen. Eine Sperrzeitverschiebung auf Ackerland ist grundsätzlich nicht möglich.
Gebührenpflichtige Einzelanträge zur Verschiebung der Sperrzeit in besonders begründeten Fällen sind jedoch weiterhin möglich. Diese werden von der unteren Landwirtschaftsbehörde auf Plausibilität geprüft und restriktiv genehmigt.

Plausibilisierte Nährstoffbilanz und Stoffstrombilanz
Nach §8 DüV hat der Betriebsinhaber jährlich bis zum 31. März einen betrieblichen Nährstoffvergleich für Stickstoff und Phosphat für das abgelaufene Düngejahr zu erstellen und zu einem jährlich fortgeschriebenen mehrjährigen Nährstoffvergleich zusammenzufassen. Betriebsinhaber mit Milchviehhaltung, Rindermast, Bullenmast, Mutterkuhhaltung, Lammfleisch- und Ziegenmilcherzeugung müssen den Nährstoffvergleich nach der Methode der plausibilisierten Feld-Stall-Bilanz berechnen.
Zusätzlich müssen Betriebe mit mehr als 50 Großvieheinheiten je Betrieb oder mit mehr als 30 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche bei einem Tierbesatz von 2,5 Großvieheinheiten/ha
mit Viehhaltung und Wirtschaftsdüngeraufnahme die eine Biogasanlage unterhalten und mit einem viehhaltenden Betrieb in funktionalem Zusammenhang stehen die Verordnung über den Umgang mit Nährstoffen im Betrieb und betriebliche Stoffstrombilanzen (Stoffstrombilanzverordnung) einhalten. Dazu gehört die Erstellung einer Stoffstrombilanz.
Der Fachdienst Landwirtschaft wird im kommenden Winter 2018/19 zur plausibilisierten Feld-Stall-Bilanz und auch zur Stoffstrombilanz Informationsveranstaltungen anbieten.

Weitere Informationen
Weitere Informationen hierzu sind im Fachdienst Landwirtschaft bei Matthäus Ströbele (0731/185-3177) oder Helmut Schick (0731/185-3123) erhältlich.

N-Düngung im Herbst auf Ackerland – Dünge-VO/SchALVO

04.09.2018
Für alle Düngemittel mit wesentlichen N-Gehalt (größer 1,5 % in der TM) gilt ein Aufbringverbot auf Ackerland ab der Ernte der Hauptkultur bis 31. Januar.

Davon abweichend können als Ausnahmefall maximal 30 kg Ammonium-N oder 60 kg Gesamt-N je ha bei entsprechendem N-Düngebedarf bis zum 1. Oktober zu Zwischenfrüchten, Winterraps und Feldfutter , wenn die Aussaat bis zum 15.09 erfolgt ist, und zu Wintergerste nach Getreide , wenn die Aussaat bis zum 1. Oktober erfolgt ist, ausgebracht werden.  

Der entsprechende N-Bedarf besteht nicht und eine Ausbringung ist nach DÜV nicht zulässig:
- bei Zwischenfrüchten, wenn die Standzeit unter 6 Wochen liegt oder die Leguminosen überwiegen (größer 60 % Samenanteil),
- auf Schlägen mit N-reichen Vorfrüchten wie Raps, Kartoffeln, Feldgemüse mehrjährigen Feldfutter und Gemenge mit >60 % Bestandanteil an Leguminosen,
- für Wintergerste mit anderen Vorfrüchten als Getreide wie zum Beispiel Mais.

Im Wasserschutzgebiet in Problem- und Sanierungsgebieten ist die Ausbringung von flüssigen Wirtschaftsdüngern zu abfrierenden Begrünungen nur in Zusammenhang von Getreidestrohrotte möglich. Eine Ausbringung von flüssigen Wirtschaftsdüngern (Gärreste, Gülle etc.) zu abfrierenden Zwischenfrüchten nach Mais ist nach SchALVO nicht möglich.

Bei bestehenden winterharten Begrünungen (Einarbeitung frühestens ab 1. Feb.) ist eine Ausbringung von flüssigen Wirtschaftsdüngern bis zum 15. September möglich. Im Problem- oder Sanierungsgebiet können daher winterharte Begrünungen mit weniger als 60% Leguminosen mit 30 kg Ammonium/60 Gesamt N gedüngt werden, wenn ein Bedarf besteht.

Beim Anbau von Wintergerste nach Silomais darf diese nicht mit Stickstoff gedüngt werden (da nach DÜV die Wintergerste nur nach Getreidevorfrucht eine Stickstoffdüngung erhalten kann). Die Wintergerstenansaat hat nach SchALVO in Mulch- oder Direktsaat zu erfolgen.

Ausgenommen von den Sperrzeiten der Düngeverordnung sind Festmiste von Huf- oder Klauentieren und Komposten. Für Sie gilt das Aufbringverbot vom 15. Dezember bis zum 15. Januar.

Die Festmistausbringung nach der Ernte der Hauptfrucht ist nur bei entsprechendem Düngebedarf möglich. Je nach Zeitpunkt der Ausbringung kann organisch gebundener Stickstoff aus dem Festmist noch umgesetzt werden, daher gilt:
Bis zum 1. Oktober ist eine (frühe) Ausbringung bis in Höhe des direkten Bedarfs möglich. Danach kann Festmist bis zum Beginn der Sperrzeit am 15. Dezember nur auf Flächen mit Kulturen, die im Folgejahr einen Düngebedarf haben, aufgebracht werden. 

Die N-Düngung nach Düngeverordnung und nach SchALVO einschließlich Termine ist in der folgenden Übersicht zusammengestellt. Die Ausbringung von Festmist in Problem- und Sanierungsgebieten ist extra aufgeführt.

Aktuelle Informationen finden Sie auf der folgenden Seite unter dem Punkt Rechtlicher Rahmen „Informationen zur neuen Düngeverordnung- N-Düngung auf Ackerland im Herbst".



 

Nach der Trockenheit - Ausnahmeregelungen zur Futternutzung von Ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) und FAKT-Zwischenfruchtflächen

10.08.2018

ÖVF-Bracheflächen
Wegen der Futterknappheit als Folge der Trockenheit liegen die Voraussetzungen für die Ausnahmeregelung zur Verfütterung des Aufwuchses von Bracheflächen, die als ökologische Vorrangflächen eingestuft sind, für die gesamte Landesfläche Baden-Württembergs vor. Deshalb hat das Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz (MLR) nachfolgende Allgemeinverfügung zur Nutzung von ÖVF-Bracheflächen veröffentlicht, die somit bereits unmittelbar wirksam ist. 
 
Allgemeinverfügung des MLR zur Nutzung von ÖVF-Bracheflächen
Der Aufwuchs von ÖVF (ökologische Vorrangflächen)-Bracheflächen kann durch Beweidung mit Tieren oder Schnittnutzung für Futterzwecke genutzt werden. Zulässig ist auch eine kostenlose Weitergabe im Rahmen der Nachbarschaftshilfe an Dritte. Die für die Nutzung vorgesehenen ÖVF-Bracheflächen sind bei der unteren Landwirtschaftsbehörde (ULB) im Landratsamt schriftlich vor der Nutzung zwingend anzuzeigen. Hierfür stehen standardisierte Anzeigeformulare im Internet zur Verfügung unter:
https://www.landwirtschaft-bw.info/pb/MLR.Foerderung,Lde/Startseite/Gemeinsamer+Antrag/Formulare+_+Merkblaetter+_+Informationen+zum+Gemeinsamen+Antrag+2018Dabei sind bei der Anzeige mindestens folgende Daten anzugeben: Anzeigende Person (Bewirtschafter/Unternehmensnummer) die betroffenen Schläge (Schlag-Nr.)/Flurstücke (Flst.-Nr.) einschließlich genutzter Fläche (ha) ggf. bei Abgabe an Dritte der Name des aufnehmenden Betriebs.
 
Zusätzlich sind auch ÖVF- und FAKT-Zwischenfruchtflächen unter den nachfolgend aufgeführten Ausnahmeregelungen zur Nutzung freigegeben.
 
- Ausnahmeregelungen aufgrund der extremen Trockenheit für die Nutzung von ÖVF-Zwischenfrüchten
Diese Verordnung ist aktuell noch nicht rechtskräftig. Nach derzeitigem Stand zeichnet sich aber ab, dass eine Futternutzung frühestens acht Wochen nach der Aussaat der letzten ÖVF-Zwischenfrucht im Betrieb erfolgen kann. Deshalb empfiehlt der Fachdienst Landwirtschaft die rechtzeitige Aussaat einer als ÖVF zugelassenen (Zwischenfrucht-)Futterpflanzenmischung. Außerdem wird angeregt, die Aussaat zu dokumentieren und den Aussaattermin formlos der/dem zuständigen GA-Sachbearbeiter/-in mitzuteilen.
 
- Ausnahmeregelung zu den FAKT Begrünungsmaßnahmen E.1, E.2 sowie F1
Bei den über FAKT geförderten Begrünungen ist im Normalfall ist keine Nutzung des Aufwuchses zulässig. In 2018 besteht nun durch die Ausnahmeregelung die Möglichkeit, den Verpflichtungsumfang zu reduzieren, um auf diesen Flächen Ansaaten zur Erzeugung von Futter durchführen zu können.
Landwirte müssen dies für das laufende Antragsjahr 2018 der unteren Landwirtschaftsbehörde als Fall außergewöhnlicher Umstände schriftlich anzeigen, wenn für die genannten FAKT-Begrünungsmaßnahmen eine Unterschreitung des Verpflichtungsumfangs in Anspruch genommen werden soll, um den Futtermangel auszugleichen. Auch eine Abgabe des Aufwuchses dieser ersatzweise angesäten Futterzwischenfrüchte an Dritte ist möglich.
Die Anzeige muss schriftlich innerhalb von 15 Tagen nach Eintreten der außer-gewöhnlichen Umstände erfolgen. Eine Zahlung für die abgemeldeten Begrünungsflächen kann für 2018 nicht gewährt werden. Rückforderungen für die Vorjahre werden nicht erhoben.
 
Allgemein ist zu beachten
Es geht um Ausnahmen zur Nutzung für Futterzwecke wegen extremer Trockenheit. Die Nutzung in Biogasanlagen ist demnach nicht möglich. Ein viehhaltender Betrieb mit Biogasanlage muss zuerst seine für die Biogasanlage vorgesehenen Futterpflanzen an die Tiere verfüttern.
 
Ausnahmeregelung für Öko-Betriebe  
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit im Land zeichnet sich auch in Öko-Betrieben eine deutliche Verknappung bei der Futterversorgung für Raufutterfresser ab, die über den Zukauf von Öko-Futtermitteln nicht vollständig abgedeckt werden kann. Die für die Öko-Kontrolle zuständige Behörde beim Regierungspräsidium Karlsruhe hat daher das für solche Fälle vorgesehene Antragsverfahren für den Zukauf von Futtermitteln aus nicht ökologischer Erzeugung eröffnet. Damit können betroffene Öko-Betriebe ihre Futtergrundlage sichern. Die Öko-Kontrollstellen sind entsprechend informiert.
 
Bei weiteren Fragen, speziell auch zu den notwendigen Antrags- und Meldeverfahren, wenden Sie sich bitte an Ihren Fachdienst Landwirtschaft im Landratsamt Alb-Donau-Kreis.

Führungen auf dem Zentralen Versuchsfeld „Bessere Alb“ in Beimerstetten-Eiselau am Dienstag, 26. Juni 2018

18.06.2018
  Einladung zu Führungen auf dem Zentralen Versuchsfeld
„Bessere Alb“ in Beimerstetten-Eiselau
am Dienstag, 26. Juni 2018 vormittags und abends  
Der Fachdienst Landwirtschaft des Landratsamtes Alb-Donau-Kreis bietet für Landwirte und landwirtschaftlich Interessierte Führungen auf dem Versuchsfeld in Beimerstetten-Eiselau durch die Landessortenversuche mit Wintergerste, Winterweizen, Dinkel, Triticale, Sommergerste, Hafer und Körnererbsen am Dienstag, 26. Juni 2018 um 10.00 Uhr und um 19.30 Uhr an. Zusätzlich können Versuche mit Silomais und Blühmischungen besichtigt werden. 
Das Versuchsfeld liegt westlich von Beimerstetten-Eiselau. Die Einfahrt ist am Schild „Versuchsfeld“, direkt an der Kreisstraße 7403 zwischen Beimerstetten und Tomerdingen. 
Da eine Teilnahme an der Besichtigung als Sachkunde-Fortbildung im Pflanzenschutz anerkannt ist, benötigen wir eine Anmeldung mit Angabe des Geburtsdatums unter:
 sachkunde.ps@alb-donau-kreis.de
  oder unter der Tel.-Nr. 0731/185-3091 (Frau Herrmann) 
Weitere Sachkundefortbildungen sind für Herbst / Winter 2018 geplant.
 

Gesamtbetriebliche Biodiversitätsberatung

14.05.2018
Der Erhalt der natürlichen Vielfalt gilt als wichtige Zukunftsaufgabe. Ziel ist es, Belange des Naturschutzes in enger Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft umzusetzen.

Die Beratungsmodule „Einstiegsmodul Gesamtbetriebliche Biodiversitätsberatung“ und „Spezialmodul Maßnahmen zur Biodiversität“ versetzen interessierte landwirtschaftlichen Betriebe in die Lage bei sehr geringen Kosten betriebsindividuelle Maßnahmen für den eigenen Betrieb kennenzulernen und zu entwickeln. Weitere Informationen können Sie dem Flyer „Biodiversitätsberatung“ entnehmen.

Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf Ökologischen Vorrangflächen

09.02.2018
Aufgrund einer Änderung der VO (EU) Nr. 639/2014 ist bei Brachen, Leguminosen und Zwischenfrüchten/Untersaaten, die als Ökologische Vorrangflächen (ÖVF) geltend gemacht werden, von der Aussaat bis nach der Ernte der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM) verboten.
Diese Neuregelung der EU gilt seit dem 01.01.2018, muss aber noch in nationales Recht umgesetzt und dabei konkretisiert werden. Beginn und Ende des PSM-Verbotes werden nach heutigem Stand wie folgt geregelt:
Beginn
Ab Aussaat (inkl. Beizen), der Vorsaatbehandlung und der Saatbettvorbereitung bei Leguminosen und Zwischenfrüchten bzw. ab Ernte der Hauptkultur bei Untersaaten. Bei Brachen ist ein PSM-Einsatz ab dem Beginn des Brachezeitraums verboten.
Ende
Bei Leguminosen nach der Ernte bzw. nach dem letzten Schnitt. Bei Brachen, Zwischenfrüchten und Untersaaten endet das Verbot mit der Vorbereitung der Folgekultur. Im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Folgekultur ist auch das Abspritzen von Ernteresten, Begrünungen und Zwischenfrüchten, unabhängig von einer mechanischen Einarbeitung, zulässig. Bei Zwischenfrüchten und Untersaaten ist zu beachten, dass vor dem 16.01. des Folgejahres weder ein PSM-Einsatz noch eine Einarbeitung zulässig ist.
Bis zu einer endgültigen Verabschiedung der entsprechenden Bundesvorschriften trägt der Landwirt beim Abspritzen von Zwischenfrüchten/Untersaaten ein gewisses, wenn auch geringes, Restrisiko, dass sich die Vorgaben hierzu noch verschlechtern könnten.

Informationsveranstaltungen zur Umsetzung der Düngeverordnung - Zusatztermin

09.02.2018
Die seit Juli 2017 gültige novellierte Düngeverordnung (DüV) bringt für landwirtschaftliche Betriebe insbesondere auch Änderungen bei der organischen Düngung. Unter anderem muss nun jährlich für jede Kultur und Schlageinheit sowohl für Stickstoff als auch für Phosphor eine Düngebedarfsberechnung vor der ersten Düngung erstellt werden.
Zur Erläuterung der Neuerungen der DüV mit dem inhaltlichen Schwerpunkt Düngebedarfsberechnung (Formblatt und EDV-Anwendung) veranstaltet der Fachdienst Landwirtschaft mehrere Informationsveranstaltungen.
Auf Grund der großen Nachfrage sind die ersten fünf Veranstaltungen ausgebucht. Deshalb findet am 22. Februar 2018 um 19:30 Uh r im Landratsamt (großer Sitzungssaal) ein Zusatztermin statt.
Um Anmeldung bei Frau Tosca Ruf (Tel. 0731/185-3097 bzw. landwirtschaft@alb-donau-kreis.de) wird gebeten.

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