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Meldungen

Nach der Trockenheit - Ausnahmeregelungen zur Futternutzung von Ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) und FAKT-Zwischenfruchtflächen

10.08.2018

ÖVF-Bracheflächen
Wegen der Futterknappheit als Folge der Trockenheit liegen die Voraussetzungen für die Ausnahmeregelung zur Verfütterung des Aufwuchses von Bracheflächen, die als ökologische Vorrangflächen eingestuft sind, für die gesamte Landesfläche Baden-Württembergs vor. Deshalb hat das Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz (MLR) nachfolgende Allgemeinverfügung zur Nutzung von ÖVF-Bracheflächen veröffentlicht, die somit bereits unmittelbar wirksam ist. 
 
Allgemeinverfügung des MLR zur Nutzung von ÖVF-Bracheflächen
Der Aufwuchs von ÖVF (ökologische Vorrangflächen)-Bracheflächen kann durch Beweidung mit Tieren oder Schnittnutzung für Futterzwecke genutzt werden. Zulässig ist auch eine kostenlose Weitergabe im Rahmen der Nachbarschaftshilfe an Dritte. Die für die Nutzung vorgesehenen ÖVF-Bracheflächen sind bei der unteren Landwirtschaftsbehörde (ULB) im Landratsamt schriftlich vor der Nutzung zwingend anzuzeigen. Hierfür stehen standardisierte Anzeigeformulare im Internet zur Verfügung unter:
https://www.landwirtschaft-bw.info/pb/MLR.Foerderung,Lde/Startseite/Gemeinsamer+Antrag/Formulare+_+Merkblaetter+_+Informationen+zum+Gemeinsamen+Antrag+2018Dabei sind bei der Anzeige mindestens folgende Daten anzugeben: Anzeigende Person (Bewirtschafter/Unternehmensnummer) die betroffenen Schläge (Schlag-Nr.)/Flurstücke (Flst.-Nr.) einschließlich genutzter Fläche (ha) ggf. bei Abgabe an Dritte der Name des aufnehmenden Betriebs.
 
Zusätzlich sind auch ÖVF- und FAKT-Zwischenfruchtflächen unter den nachfolgend aufgeführten Ausnahmeregelungen zur Nutzung freigegeben.
 
- Ausnahmeregelungen aufgrund der extremen Trockenheit für die Nutzung von ÖVF-Zwischenfrüchten
Diese Verordnung ist aktuell noch nicht rechtskräftig. Nach derzeitigem Stand zeichnet sich aber ab, dass eine Futternutzung frühestens acht Wochen nach der Aussaat der letzten ÖVF-Zwischenfrucht im Betrieb erfolgen kann. Deshalb empfiehlt der Fachdienst Landwirtschaft die rechtzeitige Aussaat einer als ÖVF zugelassenen (Zwischenfrucht-)Futterpflanzenmischung. Außerdem wird angeregt, die Aussaat zu dokumentieren und den Aussaattermin formlos der/dem zuständigen GA-Sachbearbeiter/-in mitzuteilen.
 
- Ausnahmeregelung zu den FAKT Begrünungsmaßnahmen E.1, E.2 sowie F1
Bei den über FAKT geförderten Begrünungen ist im Normalfall ist keine Nutzung des Aufwuchses zulässig. In 2018 besteht nun durch die Ausnahmeregelung die Möglichkeit, den Verpflichtungsumfang zu reduzieren, um auf diesen Flächen Ansaaten zur Erzeugung von Futter durchführen zu können.
Landwirte müssen dies für das laufende Antragsjahr 2018 der unteren Landwirtschaftsbehörde als Fall außergewöhnlicher Umstände schriftlich anzeigen, wenn für die genannten FAKT-Begrünungsmaßnahmen eine Unterschreitung des Verpflichtungsumfangs in Anspruch genommen werden soll, um den Futtermangel auszugleichen. Auch eine Abgabe des Aufwuchses dieser ersatzweise angesäten Futterzwischenfrüchte an Dritte ist möglich.
Die Anzeige muss schriftlich innerhalb von 15 Tagen nach Eintreten der außer-gewöhnlichen Umstände erfolgen. Eine Zahlung für die abgemeldeten Begrünungsflächen kann für 2018 nicht gewährt werden. Rückforderungen für die Vorjahre werden nicht erhoben.
 
Allgemein ist zu beachten
Es geht um Ausnahmen zur Nutzung für Futterzwecke wegen extremer Trockenheit. Die Nutzung in Biogasanlagen ist demnach nicht möglich. Ein viehhaltender Betrieb mit Biogasanlage muss zuerst seine für die Biogasanlage vorgesehenen Futterpflanzen an die Tiere verfüttern.
 
Ausnahmeregelung für Öko-Betriebe  
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit im Land zeichnet sich auch in Öko-Betrieben eine deutliche Verknappung bei der Futterversorgung für Raufutterfresser ab, die über den Zukauf von Öko-Futtermitteln nicht vollständig abgedeckt werden kann. Die für die Öko-Kontrolle zuständige Behörde beim Regierungspräsidium Karlsruhe hat daher das für solche Fälle vorgesehene Antragsverfahren für den Zukauf von Futtermitteln aus nicht ökologischer Erzeugung eröffnet. Damit können betroffene Öko-Betriebe ihre Futtergrundlage sichern. Die Öko-Kontrollstellen sind entsprechend informiert.
 
Bei weiteren Fragen, speziell auch zu den notwendigen Antrags- und Meldeverfahren, wenden Sie sich bitte an Ihren Fachdienst Landwirtschaft im Landratsamt Alb-Donau-Kreis.

Führungen auf dem Zentralen Versuchsfeld „Bessere Alb“ in Beimerstetten-Eiselau am Dienstag, 26. Juni 2018

18.06.2018
  Einladung zu Führungen auf dem Zentralen Versuchsfeld
„Bessere Alb“ in Beimerstetten-Eiselau
am Dienstag, 26. Juni 2018 vormittags und abends  
Der Fachdienst Landwirtschaft des Landratsamtes Alb-Donau-Kreis bietet für Landwirte und landwirtschaftlich Interessierte Führungen auf dem Versuchsfeld in Beimerstetten-Eiselau durch die Landessortenversuche mit Wintergerste, Winterweizen, Dinkel, Triticale, Sommergerste, Hafer und Körnererbsen am Dienstag, 26. Juni 2018 um 10.00 Uhr und um 19.30 Uhr an. Zusätzlich können Versuche mit Silomais und Blühmischungen besichtigt werden. 
Das Versuchsfeld liegt westlich von Beimerstetten-Eiselau. Die Einfahrt ist am Schild „Versuchsfeld“, direkt an der Kreisstraße 7403 zwischen Beimerstetten und Tomerdingen. 
Da eine Teilnahme an der Besichtigung als Sachkunde-Fortbildung im Pflanzenschutz anerkannt ist, benötigen wir eine Anmeldung mit Angabe des Geburtsdatums unter:
 sachkunde.ps@alb-donau-kreis.de
  oder unter der Tel.-Nr. 0731/185-3091 (Frau Herrmann) 
Weitere Sachkundefortbildungen sind für Herbst / Winter 2018 geplant.
 

Gesamtbetriebliche Biodiversitätsberatung

14.05.2018
Der Erhalt der natürlichen Vielfalt gilt als wichtige Zukunftsaufgabe. Ziel ist es, Belange des Naturschutzes in enger Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft umzusetzen.

Die Beratungsmodule „Einstiegsmodul Gesamtbetriebliche Biodiversitätsberatung“ und „Spezialmodul Maßnahmen zur Biodiversität“ versetzen interessierte landwirtschaftlichen Betriebe in die Lage bei sehr geringen Kosten betriebsindividuelle Maßnahmen für den eigenen Betrieb kennenzulernen und zu entwickeln. Weitere Informationen können Sie dem Flyer „Biodiversitätsberatung“ entnehmen.

Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf Ökologischen Vorrangflächen

09.02.2018
Aufgrund einer Änderung der VO (EU) Nr. 639/2014 ist bei Brachen, Leguminosen und Zwischenfrüchten/Untersaaten, die als Ökologische Vorrangflächen (ÖVF) geltend gemacht werden, von der Aussaat bis nach der Ernte der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM) verboten.
Diese Neuregelung der EU gilt seit dem 01.01.2018, muss aber noch in nationales Recht umgesetzt und dabei konkretisiert werden. Beginn und Ende des PSM-Verbotes werden nach heutigem Stand wie folgt geregelt:
Beginn
Ab Aussaat (inkl. Beizen), der Vorsaatbehandlung und der Saatbettvorbereitung bei Leguminosen und Zwischenfrüchten bzw. ab Ernte der Hauptkultur bei Untersaaten. Bei Brachen ist ein PSM-Einsatz ab dem Beginn des Brachezeitraums verboten.
Ende
Bei Leguminosen nach der Ernte bzw. nach dem letzten Schnitt. Bei Brachen, Zwischenfrüchten und Untersaaten endet das Verbot mit der Vorbereitung der Folgekultur. Im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Folgekultur ist auch das Abspritzen von Ernteresten, Begrünungen und Zwischenfrüchten, unabhängig von einer mechanischen Einarbeitung, zulässig. Bei Zwischenfrüchten und Untersaaten ist zu beachten, dass vor dem 16.01. des Folgejahres weder ein PSM-Einsatz noch eine Einarbeitung zulässig ist.
Bis zu einer endgültigen Verabschiedung der entsprechenden Bundesvorschriften trägt der Landwirt beim Abspritzen von Zwischenfrüchten/Untersaaten ein gewisses, wenn auch geringes, Restrisiko, dass sich die Vorgaben hierzu noch verschlechtern könnten.

Informationsveranstaltungen zur Umsetzung der Düngeverordnung - Zusatztermin

09.02.2018
Die seit Juli 2017 gültige novellierte Düngeverordnung (DüV) bringt für landwirtschaftliche Betriebe insbesondere auch Änderungen bei der organischen Düngung. Unter anderem muss nun jährlich für jede Kultur und Schlageinheit sowohl für Stickstoff als auch für Phosphor eine Düngebedarfsberechnung vor der ersten Düngung erstellt werden.
Zur Erläuterung der Neuerungen der DüV mit dem inhaltlichen Schwerpunkt Düngebedarfsberechnung (Formblatt und EDV-Anwendung) veranstaltet der Fachdienst Landwirtschaft mehrere Informationsveranstaltungen.
Auf Grund der großen Nachfrage sind die ersten fünf Veranstaltungen ausgebucht. Deshalb findet am 22. Februar 2018 um 19:30 Uh r im Landratsamt (großer Sitzungssaal) ein Zusatztermin statt.
Um Anmeldung bei Frau Tosca Ruf (Tel. 0731/185-3097 bzw. landwirtschaft@alb-donau-kreis.de) wird gebeten.

Veranstaltungskalender 2017/2018

28.12.2017

Den aktuellen Veranstaltungskalender des Landratsamtes Alb-Donau-Kreis, Fachdienst Landwirtschaft, des Vereines landwirtschaftlicher Fachbildung (VLF) Alb-Donau-Ulm e.V., des Kreisbauernverbandes Ulm-Ehingen e.V. und weiterer Organisationen finden Sie hier:
Veranstaltungskalender 2017/2018

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