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Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf Ökologischen Vorrangflächen

Datum: 09.02.2018

Aufgrund einer Änderung der VO (EU) Nr. 639/2014 ist bei Brachen, Leguminosen und Zwischenfrüchten/Untersaaten, die als Ökologische Vorrangflächen (ÖVF) geltend gemacht werden, von der Aussaat bis nach der Ernte der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM) verboten.
Diese Neuregelung der EU gilt seit dem 01.01.2018, muss aber noch in nationales Recht umgesetzt und dabei konkretisiert werden. Beginn und Ende des PSM-Verbotes werden nach heutigem Stand wie folgt geregelt:
Beginn
Ab Aussaat (inkl. Beizen), der Vorsaatbehandlung und der Saatbettvorbereitung bei Leguminosen und Zwischenfrüchten bzw. ab Ernte der Hauptkultur bei Untersaaten. Bei Brachen ist ein PSM-Einsatz ab dem Beginn des Brachezeitraums verboten.
Ende
Bei Leguminosen nach der Ernte bzw. nach dem letzten Schnitt. Bei Brachen, Zwischenfrüchten und Untersaaten endet das Verbot mit der Vorbereitung der Folgekultur. Im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Folgekultur ist auch das Abspritzen von Ernteresten, Begrünungen und Zwischenfrüchten, unabhängig von einer mechanischen Einarbeitung, zulässig. Bei Zwischenfrüchten und Untersaaten ist zu beachten, dass vor dem 16.01. des Folgejahres weder ein PSM-Einsatz noch eine Einarbeitung zulässig ist.
Bis zu einer endgültigen Verabschiedung der entsprechenden Bundesvorschriften trägt der Landwirt beim Abspritzen von Zwischenfrüchten/Untersaaten ein gewisses, wenn auch geringes, Restrisiko, dass sich die Vorgaben hierzu noch verschlechtern könnten.

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